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Spiellabor Spawn

Willkommen im Spiellabor!

Worum geht es? 

Im Spiellabor geht es im Kern darum dir zu zeigen und dich dabei zu unterstützen eigene Spiele zu entwickeln. Grundvoraussetzung für eine längerfristige Teilnahme am Spiellabor ist also das du dich für die Entwicklung von Spielen interessierst und nicht nur dafür Spiele zu spielen! 

Spiele zu entwickeln ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe und oft nicht leicht.

Programmieren lernen, Spielkonzepte aufschreiben(!) oder Grafiken animieren kann und wird dir nicht immer Spaß machen. 

Versuche dann bitte trotzdem bei der Sache zu bleiben und vor allem störe nicht die anderen Laboranten bei ihren Projekten!

Denk immer dran:

Du bist freiwillig hier weil du etwas über Spieleentwicklung lernen willst!

Du wirst im Spiellabor nicht dazu gezwungen an etwas zu arbeiten was dich nicht interessiert,

ob du also etwas lernst oder nicht liegt in erster Linie bei dir!

Wie du im Spiellabor etwas tust: das Spiellabor Framework

Zu Beginn deiner Laborantenkarriere erhälst du eine Übersicht aller Level 1 Lernpfade & Quests die es momentan im Spiellabor gibt.

Pfade

Ein Pfad ist dabei einfach eine Zusammenstellung verschiedener Quest (ein anderes Wort für Aufgabe), die am Ende zu einem Rang führen. ( bspw. wie eine Questreihe in einem Spiel)

Ränge & Level

Ränge zeigen an, wie viel Erfahrung du bereits in einem bestimmten Bereich gesammelt hast und eröffnen dir pro erreichtem Level das neue Aufgaben und Rechte.

Rechte

Wenn du neu im Spiellabor bist, ist deine Auswahl an Dingen, die du tun kannst, bewusst eingeschränkt, du musst ja erstmal herausfinden, ob dir das Spiellabor überhaupt Spaß macht und du regelmäßig mit dabei sein möchtest.

Laborant werden

Am Ende deines dritten Spiellabor Termins wirst du dich entscheiden müssen ob du Laborant werden möchtest oder das Spiellabor doch nichts für dich ist.

Mit dem Rang Laborant erhältst du dann Zugang zu allen Bereichen des Spiellabor Discord und kannst auch die Spiellabor Cloud, sowie die Construct 3 Vollversion von zu Hause aus nutzen. 

Wie du auf der Framework Seite erkennen kannst steht dir nun auch eine größere Auswahl an möglichen Pfaden & Aufgaben zur Verfügung.

Programme die du nutzen kannst hängen auch von deinem Rang ab, dabei sind Construct 3 Projekte von Anfang an möglich.

Projekte mit Minecraft sind generell erst möglich, wenn du ein Senior bist..

Jeder Laborant arbeitet immer an genau einem Quest

Am Anfang jedes Termins entscheidest du dich für einen Quest an der du arbeiten willst.

Was genau bei der Quest zu tun ist erfährst du über den QR Code oder über die Framework Seite.

Falls du an deinem Laborprojekt arbeiten willst, wählst du die Quest “Laborprojekt”.

Das Laborprojekt

Sobald du Laborant geworden bist, kannst du auch beginnen, statt eine Quest zu absolvieren dein Laborprojekt zu gestalten.

Das Laborprojekt ist dein individuelles Projekt, dies kann die Entwicklung eines eigenen Spiels sein, aber auch die umfangreiche Gestaltung eines 3D Models oder das schreiben einer interaktiven Geschichte. Was dein Laborprojekt genau ist liegt größtenteils an dir.

Es gibt dabei aber ein paar Dinge zu beachten:

  • Laborprojekte werden bevor sie begonnen werden im codecks geplant!
  • Laborprojekte werden beim Spiellabor Game Fest oder der Langen Nacht der Computerspiele präsentiert ( euren Eltern, Freunden und anderen Gästen)
  • Ob du mit deinem Laborprojekt beginnen kannst entscheidet der Laborleiter
  • Du musst Laborant sein um an einem Laborprojekt arbeiten zu können.
  • Laboranten müssen kein Laborprojekt haben, du kannst dich auch erstmal auf die Quests konzentrieren
  • Sobald du Senior Laborant bist musst du ein Laborprojekt beginnen!

Entwicklung ist nicht einfach, kann aber viel Spaß machen!

Es hat seinen Grund warum die Entwicklung von Triple AAA Spielen hunderte von Menschen über meistens mehrere Jahre beschäftigt und dann das fertige Spiel immer noch Bugs aufweist oder nicht gut läuft. Entwicklung von Software und insbesondere von Spielen ist höllisch komplex.

Erwarte nicht dass du nach zwei Wochen ein riesiges Multiplayer Spiel mit schicker 3D Grafik umsetzen kannst.

Um Spiele zu entwickeln benötigt man sehr verschiedene Menschen mit sehr verschiedenen Fähigkeiten und , was oft unterschätzt wird, diese Menschen müssen gut miteinander kommunizieren können!

Am Anfang wirst du zumindest was die Kommunikation angeht keine Probleme haben, deine Projekte werden erstmal kleine “ich kümmere mich selbst um alles” Projekte sein.

Das bedeutet aber auch das du bei der Qualität und Größe deiner Projekte Abstriche machen müssen wirst.

Grob kann man sagen das bei einem Spiel vier Kernbereiche unterschieden werden können die ganz unterschiedliche Herausforderungen bieten:

Coder

Game Designer

Grafiker

Tonerzeuger

Offensichtlich muss man sich um den eigentlichen Code des Projekts kümmern, also Objekte auf dem Bildschirm irgendwie dazu bringen auf Eingaben des Spielers zu reagieren. Dazu ist es besonders nützlich gewisse grundsätzlichen Strukturen von Programmiersprachen kennen und am besten auch in einer konkreten Programmiersprache implementieren(umsetzen) zu können. 

Um Spiele selbst zu entwickeln ist es aber nicht zwingend nötig ein studierter Informatiker oder erfahrener Coder zu sein. 

Mittlerweile gibt es genügend Engines (Programme um Spiele zu entwickeln) die den Programmieraufwand für kleinere Projekte immens verkleinern. 

Das schöne am Programmieren ist, das es sehr viele Möglichkeiten gibt damit “warm” zu werden und es auch für nahezu jeden Menschen passende Programmiersprachen und Werkzeuge gibt.

Im Spiellabor beginnst du erst einmal mit Construct 3, einer Engine die einfach zu benutzen, aber dennoch sehr mächtig ist.

Mit Construct 3 kannst du sehr schnell 2D Spiele für den PC, Smartphones (bspw. für den Google Play Store) und das Internet (die erstellten Spiele funktionieren im Webbrowser) erstellen.

Construct 3 eignet sich besonders gut um eine Spielidee einfach einmal auszutesten und einen kleinen spielbaren Prototypen zu erstellen.

Game Design steht in dieser Auflistung zwar zuletzt ist aber mit der wichtigste Aspekt der ganzen Spieleentwicklung. Game Design beschreibt sowohl die Mechanismen deines Spiels als auch die Charaktere und den Plot sowie alle sonstigen Objekte die es geben soll oder auch nur geben könnte. Game Design kümmert sich um die Welt in der dein Spiel stattfindet, die Anzahl der Level und fragt sich immer : Macht dieses Spiel für den Spieler überhaupt Spaß? Du solltest IMMER mit einem Blatt Papier und dem Game Design bei einem Projekt anfangen. Hier legst du das Fundament für alles weitere, findest überhaupt heraus welche Grafiken du brauchst, wie viele Grafiken du brauchst,ob es 3D oder 2D Grafiken sein müssen, welche Musik genutzt wird , welche Soundeffekte benötigt werden usw. usw.

Braucht dein Spiel eine gute Story oder ist es eher gameplayorientiert ? Wie weiß der Spieler was er als nächstes tun soll ? Was bekommt er dafür, gibt es Quests, Missionen, Level? Wenn ja, wie viele? Was ist das Ziel des Spiels insgesamt? Was kann der Spieler überhaupt machen? Wer ist der Spieler überhaupt?

Du merkst, Game Design ist ein sehr weites und interdisziplinäres Feld. Game Designer können sowohl ein wenig Code schreiben als auch Grafiken bearbeiten und Sounds anpassen . Als Game Designer bist du Generalist und versuchst den Spezialisten in deinem Team möglichst klar zu kommunizieren was du an Grafiken, Code oder Sounds etc. brauchst damit das Spiel besser, toller und spaßiger wird. 

Neben der generellen Strukturierung des Projekts solltest du auch einen Überblick über den Gesamtfortschritt des Projekts und die nächsten Milestones haben. Du solltest also immer wissen was bis wann unbedingt noch zu tun ist.

Auch solltest du gut darin sein aussagekräftige Tests durchzuführen und daraus abzuleiten was als nächstes geändert werden muss. Generell ist es in der Softwareentwicklung sehr wichtig sein Projekt möglichst schnell zu testen und dann immer und immer wieder zu verbessern und erneut zu testen. Dabei arbeitest du oft mit sog. Mock Ups d.h. wenn die Assets noch nicht zur Verfügung stehen behilfst du dir mit einem Quadrat statt der Grafik für den SC. 

Ich habe bereits Objekte angesprochen die durch unseren Code auf die Eingaben des Spielers reagieren sollen. In den meisten Fällen möchten wir unsere Objekte nicht nur durch Text repräsentieren (wobei für den Anfang ein kleines Textadventure kein schlechtes Projekt ist) sondern möglichst ansprechende Grafiken nutzen.

Mit der reinen Anzeige ist es aber selten getan, unsere Objekte bspw. unser Avatar ( oder einfacher: Held, SC(SpielerCharakter) oder PC(für PlayerCharacter) ) soll ja auch in der Lage sein Emotionen auszudrücken oder zumindest eine glaubhafte Bewegungsanimation besitzen.

Wir müssen uns also wohl oder übel mit dem Erstellen sogenannter “Assets” 

(Sammelbegriff für alle im Projekt verwendeten Grafiken, Sounds usw. ) auseinandersetzen.

 

Vielleicht bist du bereits ein begnadeter Zeichner, hast aber noch keine Ahnung wie du deine Zeichnungen digitalisierst und mit möglichst geringem Aufwand animierst, oder aber deine Zeichenskills beschränken sich darauf verschiedene Versionen von Strichmännchen zu produzieren.

Egal wie du also zur hohen Kunst der Visualisierung von imaginären oder realen Dingen stehst, als Spieleentwickler musst du Grafiken bearbeiten und sie oft auch selbst erstellen können. Auch hier hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr viel getan und Grafikprogramme erlauben auch dem zeichnerisch Unbegabten ausreichend schöne Grafiken zu erstellen.

 

Hier gibt es noch einmal einen großen Unterschied welche Art Grafiken du benötigst.

Spiele in 2D haben andere Anforderungen als 3D Spiele, aber beide benötigen z.B. Concept Art (Concept Art liefert z.B. die Vorlagen nach der z.B. 3D Artist eine Figur modellieren oder ein 2D Artist diese als Pixelart umsetzt und animiert).

Fürs erste konzentrierst du dich im Spiellabor auf das Erstellen von einfachen 2D Grafiken und Animationen mit dem Programm Asperite und deren Nachbearbeitung mit Photopea, einer webbasierten und kostenfreien Photoshop Alternative.

Grafiken die sich bewegen wenn der Spieler eine Taste drückt sind ja gut und schön, dennoch gehört zu einem Spiel noch etwas mehr. Ohne die richtigen Soundeffekte, entsprechende Musik und gegebenenfalls Sprachausgabe ist es äußerst schwierig die richtige Atmosphäre für dein Spiel zu erzeugen. Auch lässt sich der Plot ( also die Geschichte die dein Spiel evtl. erzählt) heutzutage viel besser durch gesprochene Sprache vermitteln anstatt den Spieler mit langen Texten zu überfordern.

Um Musik zu komponieren oder Soundeffekte aufzunehmen und zu bearbeiten gibt es sehr viele Möglichkeiten, wir halten es im Musik&SFX Bereich erst einmal simpel und es gibt ein paar kleine webbasierte Programme zu entdecken.

 

Auch bietet das Internet eine riesige Menge an Sounds und Musik die du theoretisch einfach in dein Projekt übernehmen kannst. Ich sage bewusst theoretisch, da du bei Musik und Sound besonders aufpassen musst keine Rechte zu verletzen. Dein Spiel mag zwar mit dem Pirates of the Carribean Soundtrack viel besser rüberkommen, trotzdem solltest du lieber nach einer freien Alternative suchen oder selbst komponieren, außer natürlich dein Spiel schafft es mehr als die Lizenzsierungskosten für den Soundtrack einzuspielen.

So, wie du sicherlich erkannt hast ist die Entwicklung von Spielen ein sehr umfangreiches und komplexes Feld und erstmal darfst du alle angesprochenen Felder selbst ausfüllen.

Du bist also für deine Projekte Grafiker, Programmierer , Sounddesigner Komponist und Game Designer in Personalunion 😉 !

Das gute ist das du dir deine Deadlines selbst setzen kannst und ebenso wenn dich die Lust an einem Projekt verlässt einfach ein neues beginnen kannst. Kein Produzent wird dich wutschnaubend aufsuchen und zum weiterarbeiten zwingen 😉 . Trotzdem solltest du versuchen etwas diszipliniert an die Entwicklung heranzugehen. Mittelmäßige aber abgeschlossene Projekte sind viel mehr wert als mehrere die zwar toll aussehn etc. aber die nicht abgeschlossen sind.