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 ===Programmierung=== ===Programmierung===
-    * Offensichtlich muss man sich um den eigentlichen Code des Projekts kümmern, also Objekte auf dem Bildschirm irgendwie dazu bringen auf Eingaben des Spielers zu reagieren. Dazu ist es besonders nützlich gewisse grundsätzlichen Strukturen von Programmiersprachen kennen und am besten auch in einer konkreten Programmiersprache implementieren zu können. Um Spiele selbst zu entwickeln ist es aber nicht zwingend nötig ein studierter Informatiker oder erfahrener Coder zu sein. Mittlerweile gibt es genügend Engines und Authoring Tools die den Programmieraufwand für kleinere Projekte immens verkleinern. Das schöne am Programmieren ist das es sehr viele Möglichkeiten gibt damit “warm” zu werden und es auch für nahezu jeden Menschen passende Programmiersprachen und Tools gibt.+Offensichtlich muss man sich um den eigentlichen Code des Projekts kümmern, also Objekte auf dem Bildschirm irgendwie dazu bringen auf Eingaben des Spielers zu reagieren. ​ 
 +Dazu ist es besonders nützlich gewisse grundsätzlichen Strukturen von Programmiersprachen kennen und am besten auch in einer konkreten Programmiersprache implementieren zu können. ​ 
 +Um Spiele selbst zu entwickeln ist es aber nicht zwingend nötig ein studierter Informatiker oder erfahrener Coder zu sein. Mittlerweile gibt es genügend Engines und Authoring Tools die den Programmieraufwand für kleinere Projekte immens verkleinern. 
 +Das schöne am Programmieren ist das es sehr viele Möglichkeiten gibt damit “warm” zu werden und es auch für nahezu jeden Menschen passende Programmiersprachen und Tools gibt.
  
 ===Visualisierung=== ===Visualisierung===
-    * In jedem Spiel existieren irgendwelche Objekte die durch unseren Code auf die Eingaben des Spielers reagieren sollen. In den meisten Fällen möchten wir unsere Objekte nicht nur durch Text repräsentieren (wobei für den Anfang ein kleines Textadventure kein schlechtes Projekt ist) sondern möglichst ansprechende Grafiken nutzen. Mit der reinen Anzeige ist es aber selten getan, unsere Objekte bspw. unser Protagonist ( oder einfacher auch: Held, SC(SpielerCharakter) oder PC(für PlayerCharacter) ) soll ja auch in der Lage sein Emotionen auszudrücken oder zumindest eine glaubhafte Bewegungsanimation besitzen. Wir müssen uns also wohl oder übel mit dem Erstellen sogenannter “Assets” ( Sammelbegriff für alle im Projekt verwendeten Grafiken, Sounds usw. ) auseinandersetzen. Vielleicht bist du bereits ein begnadeter Zeichner, hast aber noch keine Ahnung wie du deine Zeichnungen digitalisierst und mit möglichst geringem Aufwand animierst, oder aber deine Zeichenskills beschränken sich darauf skalierte Versionen von Strichmännchen zu produzieren. Egal wie du also zur hohen Kunst der Visualisierung von imaginären oder realen Dingen stehst, als Spieleentwickler musst du Grafiken bearbeiten und sie oft auch selbst erstellen können. ​Auch hier hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr viel getan und Photoshop und Co. erlauben auch dem zeichnerisch Unbegabten ausreichend ästhetische Grafiken für sein Spiel zu erstellen.+In jedem Spiel existieren irgendwelche Objekte die durch unseren Code auf die Eingaben des Spielers reagieren sollen. In den meisten Fällen möchten wir unsere Objekte nicht nur durch Text repräsentieren (wobei für den Anfang ein kleines Textadventure kein schlechtes Projekt ist) sondern möglichst ansprechende Grafiken nutzen. ​ 
 +Mit der reinen Anzeige ist es aber selten getan, unsere Objekte bspw. unser Protagonist ( oder einfacher auch: Held, SC(SpielerCharakter) oder PC(für PlayerCharacter) ) soll ja auch in der Lage sein Emotionen auszudrücken oder zumindest eine glaubhafte Bewegungsanimation besitzen. ​ 
 +Wir müssen uns also wohl oder übel mit dem Erstellen sogenannter “Assets” ( Sammelbegriff für alle im Projekt verwendeten Grafiken, Sounds usw. ) auseinandersetzen. Vielleicht bist du bereits ein begnadeter Zeichner, hast aber noch keine Ahnung wie du deine Zeichnungen digitalisierst und mit möglichst geringem Aufwand animierst, oder aber deine Zeichenskills beschränken sich darauf skalierte Versionen von Strichmännchen zu produzieren. Egal wie du also zur hohen Kunst der Visualisierung von imaginären oder realen Dingen stehst, als Spieleentwickler musst du Grafiken bearbeiten und sie oft auch selbst erstellen können. ​ 
 +Hier hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr viel getan und Photoshop und Co. erlauben auch dem zeichnerisch Unbegabten ausreichend ästhetische Grafiken für sein Spiel zu erstellen.
  
 ===Musik und Soundeffekte=== ===Musik und Soundeffekte===
  
-Grafiken die sich bewegen wenn der Spieler eine Taste drückt sind ja gut und schön, dennoch gehört zu einem Spiel noch etwas mehr. Ohne die richtigen Soundeffekte,​ entsprechende Musik und gegebenenfalls Sprachausgabe ist es äußerst schwierig die richtige Atmosphäre für dein Spiel zu erzeugen. Auch lässt sich der Plot ( also die Geschichte die dein Spiel evtl. erzählt) heutzutage viel besser durch gesprochene Sprache vermitteln anstatt den Spieler mit langen Texten zu überfordern. Um Musik zu komponieren oder Soundeffekte aufzunehmen und zu bearbeiten gibt es analog zu Programmierumgebungen und Grafiktools entsprechend viele Programme. Auch bietet das Internet eine riesige Menge an Sounds und Musik die du theoretisch einfach in dein Projekt übernehmen kannst. Ich sage bewusst theoretisch,​ da du bei Musik und Sound besonders aufpassen musst keine Rechte zu verletzen. Dein Spiel mag zwar mit dem Pirates of the Carribean Soundtrack viel besser rüberkommen,​ trotzdem solltest du lieber nach einer freien Alternative suchen oder selbst komponieren,​ außer natürlich dein Spiel schafft es mehr als die Lizenzsierungskosten für den Soundtrack einzuspielen.+Grafiken die sich bewegen wenn der Spieler eine Taste drückt sind ja gut und schön, dennoch gehört zu einem Spiel noch etwas mehr. Ohne die richtigen Soundeffekte,​ entsprechende Musik und gegebenenfalls Sprachausgabe ist es äußerst schwierig die richtige Atmosphäre für dein Spiel zu erzeugen. Auch lässt sich der Plot ( also die Geschichte die dein Spiel evtl. erzählt) heutzutage viel besser durch gesprochene Sprache vermitteln anstatt den Spieler mit langen Texten zu überfordern. ​ 
 +Um Musik zu komponieren oder Soundeffekte aufzunehmen und zu bearbeiten gibt es analog zu Programmierumgebungen und Grafiktools entsprechend viele Programme. Auch bietet das Internet eine riesige Menge an Sounds und Musik die du theoretisch einfach in dein Projekt übernehmen kannst. Ich sage bewusst theoretisch,​ da du bei Musik und Sound besonders aufpassen musst keine Rechte zu verletzen. ​ 
 +Dein Spiel mag zwar mit dem Pirates of the Carribean Soundtrack viel besser rüberkommen,​ trotzdem solltest du lieber nach einer freien Alternative suchen oder selbst komponieren,​ außer natürlich dein Spiel schafft es mehr als die Lizenzsierungskosten für den Soundtrack einzuspielen.
  
 ===Last but definitely not least! Game Design!=== ===Last but definitely not least! Game Design!===
  
-Game Design steht in dieser Auflistung zwar zuletzt ist aber mit der wichtigste Aspekt der ganzen Spieleentwicklung. Game Design beschreibt sowohl die Mechanismen deines Spiels als auch die Charaktere und den Plot sowie alle sonstigen Objekte die es geben soll oder auch nur geben könnte. Game Design kümmert sich um die Welt in der dein Spiel stattfindet,​ die Anzahl der Level und fragt sich immer : Macht dieses Spiel für den Spieler überhaupt Spaß? Du solltest IMMER mit einem Blatt Papier und dem Game Design bei einem Projekt anfangen. Hier legst du das Fundament für alles weitere, findest überhaupt heraus welche Grafiken du brauchst, wie viele Grafiken du brauchst,ob es 3D oder 2D Grafiken sein müssen, welche Musik genutzt wird , welche Soundeffekte benötigt werden usw. usw. Braucht dein Spiel eine gute Story oder ist es eher gameplayorientiert ? Wie weiß der Spieler was er als nächstes tun soll ? Was bekommt er dafür, gibt es Quests, Missionen, Level? Wenn ja, wie viele? Was ist das Ziel des Spiels insgesamt? Was kann der Spieler überhaupt machen? Wer ist der Spieler überhaupt? Du merkst, Game Design ist ein sehr weites und interdisziplinäres Feld. Game Designer(S3) können sowohl ein wenig Code schreiben als auch Grafiken bearbeiten und Sounds anpassen . Als Game Designer bist du Generalist und versuchst den Spezialisten in deinem Team möglichst klar zu kommunizieren was du an Grafiken, Code oder Sounds etc. brauchst damit das Spiel besser, toller und spaßiger wird. Neben der generellen Strukturierung des Projekts solltest du auch einen Überblick über den Gesamtfortschritt des Projekts und die nächsten Milestones haben. Du solltest also immer wissen was bis wann unbedingt noch zu tun ist. Auch solltest du gut darin sein aussagekräftige Tests durchzuführen und daraus abzuleiten was als nächstes geändert werden muss. Generell ist es in der Softwareentwicklung sehr wichtig sein Projekt möglichst schnell zu testen und dann immer und immer wieder zu verbessern und erneut zu testen. Dabei arbeitest du oft mit sog. Mock Ups d.h. wenn die Assets noch nicht zur Verfügung stehen behilfst du dir mit einem Quadrat statt der Grafik für den SC.+Game Design steht in dieser Auflistung zwar zuletzt ist aber mit der wichtigste Aspekt der ganzen Spieleentwicklung. Game Design beschreibt sowohl die Mechanismen deines Spiels als auch die Charaktere und den Plot sowie alle sonstigen Objekte die es geben soll oder auch nur geben könnte.\\  
 +Game Design kümmert sich um die Welt in der dein Spiel stattfindet,​ die Anzahl der Level und fragt sich immer : Macht dieses Spiel für den Spieler überhaupt Spaß? Du solltest IMMER mit einem Blatt Papier und dem Game Design bei einem Projekt anfangen. Hier legst du das Fundament für alles weitere, findest überhaupt heraus welche Grafiken du brauchst, wie viele Grafiken du brauchst,ob es 3D oder 2D Grafiken sein müssen, welche Musik genutzt wird , welche Soundeffekte benötigt werden usw. usw.  
 +  *Braucht dein Spiel eine gute Story oder ist es eher gameplayorientiert ?  
 +  *Wie weiß der Spieler was er als nächstes tun soll ?  
 +  *Was bekommt er dafür, gibt es Quests, Missionen, Level? ​ 
 +  *Wenn ja, wie viele? ​ 
 +  *Was ist das Ziel des Spiels insgesamt? ​ 
 +  *Was kann der Spieler überhaupt machen? ​ 
 +  *Wer ist der Spieler überhaupt? ​ 
 +Du merkst, Game Design ist ein sehr weites und interdisziplinäres Feld. Game Designer können sowohl ein wenig Code schreiben als auch Grafiken bearbeiten und Sounds anpassen .\\  
 +Als Game Designer bist du Generalist und versuchst den Spezialisten in deinem Team möglichst klar zu kommunizieren was du an Grafiken, Code oder Sounds etc. brauchst damit das Spiel besser, toller und spaßiger wird.  
 +Neben der generellen Strukturierung des Projekts solltest du auch einen Überblick über den Gesamtfortschritt des Projekts und die nächsten Milestones haben.\\  
 +Du solltest also immer wissen was bis wann unbedingt noch zu tun ist. Auch solltest du gut darin sein aussagekräftige Tests durchzuführen und daraus abzuleiten was als nächstes geändert werden muss. Generell ist es in der Softwareentwicklung sehr wichtig sein Projekt möglichst schnell zu testen und dann immer und immer wieder zu verbessern und erneut zu testen. Dabei arbeitest du oft mit sog. Mock Ups d.h. wenn die Assets noch nicht zur Verfügung stehen behilfst du dir mit einem Quadrat statt der Grafik für den SC.
  
 ===Game Producer und Projektmanager=== ===Game Producer und Projektmanager===
gdkurs.txt · Last modified: 2019/02/06 15:56 by baerdev